Pflege nach einem Schlaganfall
Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall – bei Verdacht sofort die 112 wählen, jede Minute zählt. Nach der Akutbehandlung beginnt die längere Phase: Rehabilitation und Versorgung zu Hause. Dabei geht es um Lähmungen, Sprachstörungen, Schluckprobleme und darum, Selbstständigkeit Schritt für Schritt zurückzugewinnen.
Im Notfall: der FAST-Test
Bei Verdacht auf einen Schlaganfall entscheidet Geschwindigkeit über bleibende Schäden. Der FAST-Test dauert eine halbe Minute:
- F – Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel?
- A – Arms: Beide Arme nach vorn strecken, Handflächen nach oben. Sinkt ein Arm ab oder dreht sich?
- S – Speech: Einen einfachen Satz nachsprechen lassen. Klingt die Sprache verwaschen oder unverständlich?
- T – Time: Bei einem einzigen auffälligen Zeichen sofort 112 wählen. Nicht abwarten, nicht selbst fahren.
Auch wenn die Symptome nach Minuten wieder verschwinden: Das war möglicherweise eine TIA, ein Vorbote. Sie gehört genauso ins Krankenhaus wie ein Schlaganfall selbst.
Womit Betroffene danach leben
Was ambulante Pflege zu Hause leisten kann
Nach der Reha steht die Familie oft plötzlich allein da. Wir übernehmen die Teile, die fachliches Wissen brauchen – und entlasten dort, wo Angehörige sonst überfordert werden:
- Körperpflege und Ankleiden mit Rücksicht auf die betroffene Seite
- Fachgerechter Transfer, der die gelähmte Seite nicht überdehnt
- Kontrakturen- und Dekubitusprophylaxe, abgestimmt mit der Physiotherapie
- Unterstützung bei Schluckstörungen und Beobachtung der Trinkmenge
- Medikamentenmanagement, gerade bei Blutverdünnung und Blutdruck
- Anleitung für Angehörige – Handgriffe, Rückenschonung, Kommunikation bei Aphasie
Das Zeitfenster nach der Reha ist wertvoll: Was in den ersten Monaten an Beweglichkeit zurückkommt, kommt meist dann zurück. Konsequente Alltagsübung wirkt in dieser Phase besonders stark.
Häufige Fragen
Gut zu wissen
Sie finden Ihre Frage nicht? Rufen Sie uns an – ein Gespräch ersetzt zehn Seiten Text.
040 3060 3282Büro Mo, Mi, Fr 9–15 UhrNein, er muss beantragt werden. Sinnvoll ist das noch aus dem Krankenhaus oder der Reha heraus – der Sozialdienst dort hilft dabei. Es zählt das Datum der Antragstellung, deshalb lieber früh stellen.
Langsam und in kurzen Sätzen, eine Frage nach der anderen, und dann Zeit lassen. Nicht lauter sprechen – Hören ist nicht das Problem. Nicht das Wort vorwegnehmen, solange die Person noch sucht. Und nie über sie hinweg reden, als wäre sie nicht im Raum.
Die stärksten Fortschritte zeigen sich meist in den ersten Monaten, Verbesserungen sind aber noch Jahre danach möglich. Wie viel zurückkommt, hängt vom Ausmaß der Schädigung ab und lässt sich seriös nicht vorhersagen.
Ärztlich verordnete Behandlungspflege zahlt die Krankenkasse, unabhängig vom Pflegegrad. Grundpflege und Betreuung laufen ab Pflegegrad 2 über die Pflegekasse. In der Praxis ist es meistens eine Kombination – wir sortieren das für Sie.
Fragen?
Entlassung aus der Reha
steht an?
Melden Sie sich früh. Wir organisieren die Versorgung, damit zu Hause keine Lücke entsteht.
Was Sie erwartet
- Auch dann, wenn Sie sich am Ende für einen anderen Dienst entscheiden
- Kostenlos und ohne Verpflichtung
- Täglich erreichbar – auch am Wochenende
Täglich erreichbar unter 040 3060 3282.